Heiko Huettel

KO Kriterium & Mobile Life

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Anmerkungen

Die ersten Bilder der Blackberry Playbook OS 2.0 sind aufgetaucht. Es zeigt die Integration mit Twitter, Linkedin und Facebook. Mail, Kalender und Kontakte sind auch nun nativ an Bord. Der Android Player scheint auch Teil des OS 2.0 Update zu sein.

Meine Erwartungshaltung steigt, ich denke mit dem OS 2.0 nun auch endlich auf der Software Seite ein ideales Pad-Device zu haben mit einer entsprechenden Integration des Blackberry. 

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[Mobile Life] Nimmt das Internet Einfluss auf die Mobilität oder nimmt Mobilität Einfluß auf das Internet ?

Nach einigen Tagen in London und der dortigen Nutzung von rein öffentlichen Verkehrsmitteln und den verfügbaren Smartphone Apps, eröffnete sich nach einiger Recherche im Netz nun ein interessantes Bild.

Verschmelzen die Smartphone Welt und die “Bewegungswelt” ? 

Wie weit überdecken sich die Mobilitätsbegriffe ? 

Mobile Internet bzw. Always-On ist ja eine Bewegung, die Bewegung von A nach B die andere. Durch die Sozialisierung des Webs (Social Web bzw. Web 2.0) ergeben sich ja durch die Beteiligung des einzelnen ganz andere Möglichkeiten. 

Google hat ja mit “OpenSpot” eine Art von “Social Parking” im Angebot. Wie sehen zukünftige Konzepte aus ? Der einzelne wird in seinem Kontext immer stärker eine Art von Status abgeben. Aus diesem Kontext Status heraus werden sich Netzwerke unterschiedlichster Sichten bilden. Dieses sog. Kontext Management wird ein zentraler Bestandteil zukünftiger Chancen und Risiken des (auto-) mobile life sein. Ein Kontext beschreibt den Ort, die Identität und den Zustand (beim Essen, beim Schlafen, etc.) eines Nutzers. 

Daher ist OpenSpot (als Beispiel) nur eine Facette; bei funktionierendem Kontext Management kann festgestellt werden das jetzt der Nutzer auf dem Weg nach Hause ist und nun einen Parkplatz benötigt. Dieser wird ermittelt basierend auf den anderen Kontexten im Umkreis des Ortes “Zuhause”. 

Diese Herausforderungen (auch im Datenschutz) setzen immer wieder ein gemeinsames Netzwerk voraus, damit werden Isolationen in Netzwerken ein neues Thema. SPIEGEL Online hat das hier mal angerissen. In diesen Netzwerken werden echte Mehrwerte geschaffen, auch in der Mobilität des einzelnen. Die Integration dieser gesamten Services im Netzwerk und in der schnellen Umsetzung in der realen Welt (z.B. die bestellten Schuhe sind sofort da) sind schon für sich genommen ein wirklicher Fortschritt. Wie lassen sich aber nun Services aus anderen Netzwerken oder von unabhängigen Anbietern integrieren ? 

Google liefert hier nun mit Web Intents eine Art von Antwort. Eine Art von universeller API, die Grundservices zur Verfügung stellt. Hier bin ich noch auf die Realisierung gespannt. 

Aber die Ausgangsfrage war :

“Verschmelzen die Smartphone Welt und die “Bewegungswelt” ? “

Ja, diese Welten werden verschmelzen mit interessanten Auswirkungen auf die beteiligten Industrien. Wird Apple ein Konzept für ein “iCar” entwickeln ? (wie von Handelsblatt Online beschrieben). Forscht Google weiter an autonomen Fahren ? (ja, und die ersten Unfälle sind nicht ausgeblieben). Kommen bald Navigationssysteme mit iCloud Integration ? (ja, und wenn es nur ein iPad ist). 

Wie wird die Telekommunikationsbranche (insbesondere Mobilfunkprovider) darauf reagieren ? Was passiert mit der Flugindustrie ? (werden wir unsere Zukunft in G+ Huddle’s verbringen ?) 

Diese Fragen werden auch entscheidende Wege für unsere Gesellschaft vorleben. Die Unruhen in London (es war schon erschreckend morgens in TV die gleichen roten Busse brennen zu sehen, mit denen man sich 6 Stunden vorher noch bewegt hat) zeigen eigentlich nur die Nervosität der Menschen und darauf benötigt die Politik und die Wirtschaft Antworten. Die nicht gekannte Vernetzung ist nicht mehr durch alle begreifbar. Auch der berühmte “Sack Reis in China” ist kein wirklich gutes Sprichwort mehr. Hier benötigen wir Antworten. 

Die Verschmelzung tritt ein und bringt Menschen zu mehr Informationen und zu mehr Einfluss. Allerdings muss diese Einflussmöglichkeit auch von der Politik und der Wirtschaft verstanden werden. Der Mensch bzw. der Wähler bzw. der Kunde muss im Zentrum des Handelns gestellt werden, d.h. auch das der Mensch im Zentrum des (sozialen) Netzwerkes stehen muss. Die Kontrolle des einzelnen über seine Daten muss ebenfalls einfacher gestaltet werden. 

Mobilität bei der Bewegung von A nach B und die Mobilität zur Bewegung von A nach B werden die zentralen Fragestellungen für ganze Industriezweige sein. Vor einigen Jahren sprachen viele von einer Konsolidierung in div. Industrien, das wird nun stattfinden. Individuelle Mobilität und nicht individueller Besitz werden uns in Zukunft in unseren Netzwerken bestimmen. 

Ich freue mich auf diese Herausforderungen und die Integration wird ein wesentlicher Bestandteil von zukünftigen Konzepten sein. 

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